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Ankunft am Turawa-See nach anstrengender Reise

Teilnehmer des  Comenius-Projekts mit europäischen Partnern  in Polen

In einer Woche "neue Freunde des Herzens" gewonnen

"Meine Klischees gegenüber Menschen aus einem Land wie Litauen oder Polen haben sich in Luft aufgelöst". Mit diesen Worten fasste Bi-Lin Schmidt ihre Erlebnisse am europäischen Jugendtreffen am Turawa-See bei Opole (Polen) zusammen. Sie und elf weitere Kepi-Schüler und Schülerinnen verbrachten dort eine Woche mit Gleichaltrigen aus Kedainiai (Litauen), Beaupréau (Frankreich) und Opole. Die beteiligten Schulen - die Litauer waren in diesem Jahr neu hinzugekommen - arbeiten schon seit mehreren Jahren erfolgreich als Partnerschulen an gemeinsamen europäischen Bildungsprojekten. Beim diesjährigen Treffen wertete man das laufende Projekt aus, das sich mit Mobilität in Europa in Gegenwart und Vergangenheit befasst.

Teilnehmer des Jugendtreffens vor der Partnerschule in Opole

Daneben gab es für die insgesamt 48 Jugendlichen aus den 4 Partnerschulen reichlich Gelegenheit, sich untereinander näher kennen zu lernen und sich über die jeweiligen Heimatorte auszutauschen. Die Jugendlichen brachten sich gegenseitig Basiskenntnisse ihrer jeweiligen Muttersprache bei und auch die Begleitlehrer Emanuel Peter und Christa Bökle-Prior machten erste sprachliche Gehversuche in Polnisch und Litauisch.

Für die 15-jährige Aylin Yigit war das Jugendtreffen "genial", weil sie fast den ganzen Tag Englisch - die gemeinsame Teilnehmersprache - sprechen musste.

Auch kulturell war für die Teilnehmer viel geboten: Opole mit seiner historischen Altstadt, das dortige Museum sowie ein Theaterbesuch sind hier zu nennen. Dazu kam noch ein Tagesausflug nach Wroclaw (Breslau), wo die Kepler-Schüler mit ihren Partnern neben der Altstadt die große, von der EU konzipierte Wanderausstellung  "Europa - unsere gemeinsame Geschichte" besuchten. Für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen war natürlich die gemeinsame Gegenwart Europas mindestens ebenso wichtig. "Nächstes Jahr will ich unbedingt wieder beim Jugendtreffen dabei sein". Mit dieser Meinung steht Martha Salinas keineswegs allein da.

Die Kepi-Lehrer und ihre Partner in den anderen Schulen haben bereits Anfang des Jahres die Anträge für das nächste Comenius-Projekt gestellt. Es soll sich mit Fragen der Nahrungsproduktion und Energieversorgung in Europa befassen. Die Chancen für ein neues internationales Jugendtreffen in Beaupréau stehen also nicht schlecht für Martha und die anderen Mitglieder des Comenius-Projekts am Kepi.

                                                                                                                                 C. Bökle-Prior